Arbeitslos gleich wertlos? Oh nein! So ist es nicht!

Wir leben seit Beginn des 20. Jahrhunderts in einer Leistungsgesellschaft. Eine normale Arbeitswoche besteht derzeit aus 40 Stunden Arbeit. Das ist eine Menge Zeit, die wir in die Arbeit stecken. Wenn es dann doch passiert und du warum auch immer plötzlich arbeitslos bist, den Weg zum Arbeitsamt auf dich nimmst oder womöglich Hartz 4 empfängst, fragst du dich eventuell schon was du jetzt noch für einen Wert hast.
Mal ganz ehrlich, wer gerne arbeitet, gerne hilft – erhält dadurch gewissermaßen auch eine Bestätigung über die soziale Anerkennung, die finanzielle Unabhängigkeit und fühlt sich nützlich, sinnvoll.
Wenn die Arbeit erst mal weg ist, kann es passieren, dass sich ein Loch auftut. Ein Loch mit Selbstzweifeln, Unsicherheit und mangelndem Selbstvertrauen.
Wenn dich genau dieser Schmerz trifft, möchte ich dir Mut machen und dir ein paar Schritte mitgeben, die du jetzt direkt tun kannst, um aus dir heraus die Situation zu verändern:
  1. Nimm dir Zeit für dich. Suche dir mit etwas Schreibkram alleine einen Ort an dem du dich sicher und wohl fühlst und genau so sein kannst, wie du bist.
  2. Atme tief durch, schließe für einen Moment in dich hinein und nimm einfach einmal war, wie es dir jetzt gerade wirklich geht.
  3. Lasse die Gefühle der Wertlosigkeit zu. Doch keine Sorge. Es sind zwar Gefühle, die du gerade spürst, doch das bist nicht du! Stelle dir daher einen Wecker und nimm dir 2/5/10 Minuten Zeit für das, was in dir los ist. Erlaube es einfach. Denn all die Dinge, die wir nicht zu lassen im Leben kommen auf komische Weisen wieder zu uns zurück. Zum Beispiel durch einen respektlosen Vorgesetzten, oder, oder, oder….
  4. Wenn der Wecker klingelt, atme mehrere Male ganz tief ein und wieder aus. Nimm den Boden unter dir war. Spüre deinen Körper.
  5. Wenn du möchtest mache dir Notizen.
  6. Zeit für einen wirklichen Perspektivwechsel. Nimm dir wieder deinen Wecker. Stelle ihn dir auf deine Wunschzeit und dann stelle dir folgende Fragen: Wo ist der Spaß in meinem Leben? Wo in meinem Leben fühle ich mich wertvoll? Und leicht? Was mache ich richtig gerne? Was kann ich gut? Worin kann ich helfen und unterstützen? Was sind meine Fähigkeiten? Welche Möglichkeiten habe ich jetzt in meiner Situation? Und erlaube dir hier einmal richtig kreativ zu werden. All die verrückten Möglichkeiten, die du hast einzuladen, zu zulassen und wahrzunehmen.
  7. Hat sich dein Gefühl in dir verändern können? Ja, es geht nur, wenn du es auch erlaubst. Du hast es an dieser Stelle in der Hand.
Arbeitslosigkeit hat überhaupt nichts mit Wertlosigkeit zu tun. Kanntest du dieses Gefühl früher auch schon. Wertlosigkeit ist ein Gefühl vieler Menschen.
Also – was ich dir sagen will damit: Schau mal – das ist ein Thema. Doch in dir gibt es Orte, da erinnerst du dich haargenau an deine Größe. Richte dich dahin aus. Entscheide dich dafür. Jetzt.
Beginne dich selber wertzuschätzen. Was tut dir wirklich gut? Welche Menschen tun dir gut? Sprich und triff dich mit ihnen. Und frage auch sie, was sie an dir wirklich wertschätzen. Tue Dinge, die du gerne machst und überlege dir an dieser Stelle einmal, wie würdest du dein Leben gerne leben? Richte dich innerlich neu aus, damit sich alles verändern kann.
Was fällt dir gerade schwer? Kommentiere hier! Denn du bist nicht allein.

Ich glaube an dich!
Deine Lea
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